Atomkraft-Ja bitte? Atomausstieg -Nein Danke?


Seit dem schrecklichen Erdbeben  in Japan regiert die German Angst. Niemand traut sich mehr auch nur Apfel- geschweige Atomkerne gutzuheißen. Kanzlerin Angela Merkel hat sich in einem „mutigen“ Schritt entschlossen gegen die Atomlobby zu aggieren und die AKW’s erst nach den nächsten Wahlen wieder laufen zu lassen. Ein zugegebenermaßen etwas polemischer Satz. Aber: Die Kosten für das dreimonatige Moratorium werden dabei immens sein. Laut Wallstreet-online liegen diese bei 7€/MWH. Bei, nach dem Artikel folgend 7000 fehlenden MW macht das 49.000€.

Pro Stunde.

Um entgültig aus dem Atomgeschäft aussteigen zu können braucht die Energiewirtschaft Alternativen. Laut SPON 230 Millarden. das sind eine Menge Nullen: 230.000.000.000 €.

Doch ist das wirklich so?

Natürlich werden die  Kosten für den erhöhten Strompreis nicht von den Konzernen getragen. Das macht schließlich auch jeder Bäcker nicht anders. Wird das Mehl teurer muss man schließlich auch für sein Brötchen mehr Geld hinlegen. Aber hier verhält es sich doch ein wenig anders. Spätestens seit der Einführung des E10 Kraftstoffes wissen wir, dass wir, was Energieträger betrifft, bereits für eventuelle Mehrkosten bezahlen müssen. Die potentiellen 2Cent Strafgebühr pro gekauften Liter Kraftstoff (und eine kleine Reserve) zahlt der Verbraucher bereits jetzt. Dabei ist E10 ein Ladenhüter und, wenn ich Marktwirtschaft richtig verstanden habe, müsste ein Ladenhüter im Preis nach unten gehen. Da aber die Lagerkosten, auf Grund der hohen Sicherheitsstandards, sehr hoch sind, passiert das Gegenteil. Der Preis ist gestiegen. Relativ, aber für alle Sorten. Denn ein Ottomotor fuhr vor drei Monaten noch für Rund 4Cent günstiger.

Und was hat das mit dem Atomausstieg zu tun.

Nun, wenn ein sofortiger Ausstieg 230 Milliarden € kosten wird, wird auch ein Langfristiger Ausstieg nicht viel weniger kosten, ausser, jemand hat seine Hausaufgaben nicht gemacht. Wegen der Plötzlichen Neubewertung der Gefahr durch Atomstrom wird der Verbraucher bereits jetzt „vorbereitet“ sich auf diese kosten Einzustimmen. Und nicht wenige sind bereit hierfür auch mehr zu zahlen. Dabei war doch alles so schön von den Regierungsparteien ausgerechnet worden: mehr Laufzeit heißt, unter der Bedingung, dass 80% der Gewinne aus AKW’s abgeschöpft werden, dass auch die Kosten für den Umstieg auf erneuerbare Energien geregelt seien. Doch Pustekuchen. Der Gewinn beträgt nur ~24 Milliarden. Da aber die alten Meiler doch nicht so sicher sind wie angegeben, kann die Energiewirtschaft Sanierungskosten als solche geltend machen. So bleibt rund eine Milliarde € unter dem Strich übrig. Und das die Investitionen für erneuerbare Energien Gewinne aussschütten, durch den Strom den sie Produzieren ist auch nicht zu lesen.

Die Geschürte Angst vor einer Energieunterversorgung ist auch relativ schnell zu widerlegen. Erstens ist Deutschland Exportweltmeister, auch im Bereich des Stromexportes. Und zweitens ist es ja offensichtlich Möglich die vor 1980 gebauten Meiler in einem Verwaltungsakt abzuschalten. Ohne einen Cent Mehrkosten, lediglich die Gewinne der Energiewirtschaft werden geschmälert – oder, was wahrscheinlicher ist: die Kosten der Verbraucher erhöht, was auf der anderen Seite Geld aus dem Markt zieht. Aber das sollte ja kein Problem sein, denn schließlich kann man ja lernen und bei sinkender Nachfrage einfach wegen der höheren Lagerkosten die Preise erhöhen.

Natürlich will ich den ATOMAUSSTIEG. Aber dafür der Energiewirtschaft hohe Gewinne bezahlen?- NEIN DANKE

Oh, noch ein Update zur Möglichkeit des sofortigen Ausstieges. Für Baden-Würtemberg, aber warum nicht auch für den Bund, schließlich haben sich die Süddeutschen ja heftig gegen den Atomausstieg gewehrt. KLICK.

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