Tag 8. Der einsteinsche Intelligenztest….


Der Tag begann mit dem Versuch meiner Intelligenz nachzuspüren. Eines hab ich daraus zumindest gelernt: der Hyperfokus „funktioniert“ auch mit MPH noch. Die Frage, die den Vormittag beherrschte, war also: „wem gehört der Fisch?“

Natürlich verbirgt sich eine Knobelei dahinter (Ich bin ja nicht wirr oder gehöre zu Monty Python):

Wenn es 5 Häuser gäbe mit je einer anderen Farbe. In jedem Haus wohnte eine Person einer anderen Nationalität. Jeder der Hausbewohner bevorzugte ein bestimmtes Getränk, rauchte eine bestimmte Zigarettenmarke und hielte ein bestimmtes Haustier. Keine der fünf Personen tränke das gleiche Getränk, rauchte die gleichen Zigaretten oder hielte das gleiche Tier wie einer seiner Nachbarn. So viele Konjunktive, also Möglichkeitsformen, erfordern natürlich ein paar Hinweise um die Antwort auf meine Frage zu finden..

Der Brite lebt im roten Haus.
Der Schwede hält einen Hund.
Der Däne trinkt gerne Tee.
Das grüne Haus steht links vom weißen Haus.
Der Besitzer des grünen Hauses trinkt Kaffee.
Die Person, die Pall Mall raucht, hält einen Vogel.
Der Mann, der im mittleren Haus wohnt, trinkt Milch.
Der Besitzer des gelben Hauses raucht Dunhill.
Der Norweger wohnt im ersten Haus.
Der Marlboro-Raucher wohnt neben dem, der die Katze hält.
Der Mann, der ein Pferd hält, wohnt neben dem, der Dunhill raucht.
Der Winfield-Raucher trinkt gerne Bier.
Der Norweger wohnt neben dem blauen Haus.
Der Deutsche raucht Rothmans.
Der Marlboro-Raucher hat einen Nachbarn, der Wasser trinkt.
(Quelle:http://www.iqtest.de/intelligenztest_albert_einstein.php)

Lösung per PN, Email oder Post an mich, wer mag

Ich verbrachte also die nächsten 5 Minuten mit der Lösung des Rätsels… Und eine weitere Stunde… Und noch ein bisschen mehr.

Um meine Intelligenz kann es also nicht so weit bestellt sein, hätte ich doch besser die Dinge erledigt, die für einen Angepassten Staatsbürger entscheidend sind: Die Wohnung in Ordnung zu bringen – offensichtlich eine meiner Lieblingsbeschäftigungen, schließlich mache ich das jeden Tag. Ich hätte auch einer geregelten Arbeit nachgehen können. Oder ein Ehrenamt ausüben können.

Was ist also Intelligenz. Ganz einfach und hoffentlich unstrittig, geht es um das Verstehen. Auch das Verstehen der Welt. Es geht darum Strukturen zu erkennen, wo sie zu erkennen sind und auch mit diesen Strukturen umzugehen, sie zu verändern oder zu ergänzen, zu kombinieren. 1+1 ergibt was?

Ich erkenne das es sich um eine Rechenaufgabe handelt. Ich verstehe was sie mir sagt: „nimm ein Teil füge es mit einem anderen Zusammen und ergänze es um das Ergebnis!“ Es ist zwei.
Meine Rechenaufgabe für den Tag hätte vielleicht lauten sollen: „deine Wohnung ist unordentlich nimm den Besen und versuche in möglichst kurzer Zeit diesen Zustand zu ändern!“

Das Ergebnis: Saubere Wohnung!

Nach streng wissenschaftlichen Kriterien ist das natürlich keine Intelligenz, im Sinne eine Intelligenzquotienten. Aber darum geht es ja auch nicht. Zur Erinnerung: ich will ja, mit Hilfe dessen was mir die Diagnose aufzeigen kann, herausfinden wie ich meinen Platz in der Gesellschaft finde. Wahlweise, wie sie ihn um mich herum findet. Auf jeden Fall aber, dass wir nicht weiter, kritisch beäugend, um einander herum tigern, jeweils ängstlich der eine könne den anderen anfallen.

Ich habe immer versucht sich vor diesem Biest das einem da auflauert ein Versteck zu finden, eine Niesche in die man sich zwängen kann. Ich sah mich als etwas besonderes. Vielleicht sogar auserwählt. Ich zweifelte am Sinn meiner Existenz, hielt mich für ausgestoßen und wollte dazu gehören. Das ganze Leben als Herausforderung an mich persönlich.

Der einsteinsche Test war gelöst. Aber die eigentliche Aufgabe war es nicht. Natürlich fühlte es sich gut an, dass ich diese Knobelei entwirrt hatte, etwas was ja auch auf meiner Agenda des Gesundens steht: Dinge machen die mir Gut tun.

Und so ist es, denke ich, egal ob man den Test lösen kann. Es ist egal ob man das Haus in 5 Minuten von oben bis unten sauber hat wie einen OP. Ich war alleine und es hat mich erst in zweiter Instanz gestört, das Unordnung herrschte. Ich arbeite, wenn ich nicht gerade gesundheitlich eingeschränkt bin, ordentlich und fleißig. In meinem Job und wahlweise an mir. Wenn es sich ergibt helfe ich uneigennützig anderen, manchmal sogar gegen meinen Willen. Wichtig ist die Dinge nicht aus den Augen zu verlieren, die einem wichtig sind. Die Kunst des Lebens und die wahre Leistung der Intelligenz ist dann für mich raus zu finden und an zu nehmen was Priorität hat. Immer die möglichen Konsequenzen vor Auge, die mein Handeln haben kann!

So kann ich dann auch den Weg finden zwischen dem was mein, durch die ADHS sowie allem was damit zusammenhängt bedingten innerem Chaos und dem was ich denke was die Gesellschaft von mir erwartet. Wenn ich mich selber annehme, anerkenne und lieben lerne kann ich andere Lieben, anerkennen und annehmen und von ihnen dasselbe erwarten und erhoffen. So kann ich Erfolg haben, wie auch immer ich den definiere.

Und Einstein? Nun ja, der hat einmal die Formel aufgestellt: „Wenn a für Erfolg steht, gilt die Formel a = x + y + z.
X ist Arbeit, y ist Spiel, und z heißt Maulhalten….“
Die Ralationen der Unbekannten hat er dazu nicht bereitgestellt.

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